Prominente gegen totales Rauchverbot in Bayern

Über 20 Prominente setzen ein „Rauchzeichen“ zum Volksentscheid. Sie befürworten ein „Nein“ zum totalen Rauchverbot.

Zu den Unterzeichnern des Aufrufs  gehören der Schriftsteller Harry Rowohlt und weitere Autoren, Künstler wie Konstantin Wecker, Katja Flint, Max Tidof und Joe Jackson sowie Regisseure wie u. a. Dominik Graf und Peter Patzak.

Die Unterzeichner wenden sich gegen die „Verfolgung von Minderheiten“, in diesem Fall der Raucher, und erkennen eine Ausuferung des Gesundheitsschutzes ins Groteske.

„Mutet es nicht absurd an“, schreiben sie, „wenn an manchen großen Straßen abertausende Autos in einer Stunde vorbeirasen, und man nicht sie, sondern den einsamen Raucher an der Bushaltestelle verbietet?“

So reiche auch das bereits auf über 85 Prozent der Gastronomieflächen bestehende Rauchverbot völlig aus. „Die Nichtraucher haben doch schon fast 90 Prozent der Lokale für sich“, sagt Zé do Rock aus München, preisgekrönter deutsch-brasilianische Schriftsteller und Initiator der Erklärung, „warum müssen es unbedingt 100 Prozent sein? Ist es einer zivilisierten Gesellschaft würdig, den etwa 30 Prozent Rauchern keinen einziger Quadratmeter zu gönnen?“ Wenn alles verboten werde, von was sich irgendwer belästigt fühlt, führe das unweigerlich in ein „Gesundheits- und Sicherheitsmittelalter“.

>> Höchste Zeit für ein Rauchzeichen